Hof Lorenzen

Biologisch-Dynamische Landwirtschaft

Der Hof

Seit Mai 2010 erwecken wir einen Resthof in Üllershausen zu neuem Leben und bewirtschaften diesen nach den Biologisch-Dynamischen Richtlinien des Demeter-Verbandes. Im August 2010 kamen die ersten Tiere zu uns: 11 Burenziegen, 2 Katzen, 1 Kuh und ein paar Hühner. In den folgenden Jahren kamen Gänse und noch mehrere Rinder dazu. 2017 haben wir 220 Hühner bekommen und einen Selbstbedienungshofladen gebaut.

 

Die Familie

Wir sind eine junge Familie, die diesen Hof bewirtschaftet. Wir, das sind Dörte Lorenzen, (Landwirtschaftsmeisterin und Sozialpädagogin), Jens Lorenzen, (Landwirt), sowie unser Sohn Valentin. Wir haben beide die sog. "Freie Ausbildung" (Ausbildung zum biologisch-dynamischen Landwirt/In) absolviert und haben langjährige Berufserfahrung auf Demeter-Höfen sammeln können.

 

Die Landwirtschaft - Biologisch-Dynamisch (Demeter)

Angefangen haben wir mit 3 ha, dann wurden es 12 ha, mittlerweile bewirtschaften wir 15 ha Acker und 13 ha Grünland. Auf dem Acker bauen wir Kartoffeln, Ackerfutter (Kleegras und Ackerbohne) und Getreide (Hafer, Weizen, Roggen, Gerste) an. Das Getreide wird zum Teil verkauft, zum größten Teil dient es als Futter für unsere Tiere.

Im Sinne der Demeter-Landwirtschaft halten wir eine kleine Herde Mutterkühe, der vom aussterben bedrohten Rasse Rotes (Vogelsberger) Höhenvieh. Dies sind robuste Tiere, die mit extensiven Bedingungen gut zurecht kommen und ruhig im Umgang sind. Eine artgerechte Haltung ist uns sehr wichtig und so sind die Tiere je nach Witterung bis zu 8 Monaten auf der Weide.

Wir halten eine Herde Burenziegen, die ausschließlich der Fleischgewinnung dienen. Die Ziegen sind den ganzen Sommer über auf wechselnden Weiden, je nach Witterung 6 - 8 Monate im Jahr. Wir verkaufen das zarte, sehr fein schmeckende Ziegenfleisch, sowie Salami und Bratwurst direkt ab Hof.

Uns ist es ein Anliegen, an die Wiederkäuer gutes Wiesenheu zu verfüttern und Silage zu vermeiden. Wir verzichten weitestgehend auf Kraftfutter und im Sinne eines geschlossenen Betriebskreislaufes verfüttern wir ausschließlich unser eigenes Getreide.

Außerdem halten wir Gänse, die wir zu St. Martin und vor Weihnachten ab Hof vermarkten. Lediglich in der Aufzuchtphase kaufen wir für die Gössel Kraftfutter zu. So früh wie möglich kommen die Gänse dann auf die Weide, wo sie sich ihr Futter selber suchen. An Kraftfutter bekommen sie dann unser eigenes Getreide.

Die Gänse haben einen mobilen Stall zur Verfügung, so dass die Tiere jederzeit eine frische Wiese zur Verfügung haben sowie unser wertvolles Kleegras besser nutzen können.

Seit Juni halten wir 220 Hühner, die in einem mobilen Hühnerstall komfortabel leben. Mit diesem Mobilstall können sie jederzeit auf frische grüne Wiesen gefahren werden. Wir halten keine Hybridhühner, die auschließlich auf hohe Legeleistung gezüchtet wurden, sondern halten Hühner, die aus einer Zucht stammen, wo auf Fleisch und Legeleistung gezüchtet wird, also Zucht zu einem sog. Zweinutzungshuhn. Weil unsere Hühner aus diesem Grund etwas weniger Eier legen und wir einen höheren Arbeitsaufwand mit dem mobilen Stall haben, sind unsere Eier auch etwas teurer als Sie es wahrscheinlich gewohnt sind. Wir bedanken und freuen uns sehr, dass Sie unsere Eier kaufen, denn so helfen Sie mit, dass zukünftig keine bzw. weniger männliche Küken geschreddert werden müssen, was bei den Hybridhühnern der Normalfall ist (leider auch im Ökolandbau).

Eine den Tieren wesensgemäße Fütterung, Haltung und Tierwohl in allen Bereichen ist uns sehr wichtig.