Hof Lorenzen

Biologisch-Dynamische Landwirtschaft


Unsere Tiere

Unsere Rinder

Im Sinne der Demeter-Landwirtschaft halten wir eine kleine Herde Mutterkühe, der vom Aussterben bedrohten Rasse Rotes (Vogelsberger) Höhenvieh. Dies sind robuste und genügsame Tiere, die mit extensiven Bedingungen gut zurecht kommen und ruhig im Umgang sind. Je nach Witterung sind unsere Rinder 6 - 8 Monate draußen auf der Weide mit ausschließlich Gras als Futtergrundlage. Im Winter halten wir die Tiere im Stall, auf reichlich Stroh, mit Auslauf an der frischen Luft. Auch im Stall werden die Rinder ausschließlich mit Heu und Kleegrassilage gefüttert, sie erhalten kein zusätzliches Kraftfutter. 

Durch diese grasbasierte Fütterung und damit einhergehendes langsames und biologisch-natürliches Wachstum wir Fleisch mit hoher Qualität produziert. Feinste Fetteinlagerungen können sich ausbilden und auch die Aromen des Gras- und Kräuteraufwuchses werden im Fleisch fixiert.

Slow-Food hat das Fleisch des Roten Höhenviehs in seine "Arche des Geschmacks" aufgenommen.


Hühner

Seit 2017 halten wir 220 Hühner, seit Januar 2021 sind es 380, die in einem mobilen Hühnerstall komfortabel leben. Mit diesem Mobilstall können sie jederzeit auf frische grüne Wiesen gefahren werden. Wir halten keine Hybridhühner, die ausschließlich auf hohe Legeleistung gezüchtet wurden, sondern halten Hühner, die aus einer Zucht stammen, wo auf Fleisch und Legeleistung gezüchtet wird, also Zucht zu einem sog. Zweinutzungshuhn. Zweinutzung bedeutet, dass Hahn und Henne wirtschaftlich eigenständige Tiere sind. Der Hahn produziert Fleisch, die Henne legt Eier und kann am Ende ihrer Legezeit als schweres Suppenhuhn vermarktet werden.

Mit dem Siegel "aus ökologischer Züchtung" sind Eier und Fleisch aus der ökologischen Tierzucht (ÖTZ) auf einen Blick erkennbar. Die ÖTZ steht für 100% Bio von Anfang an, für eine ökologische Tierzucht in Bauernhand und dafür, dass die Bruderhähne leben dürfen.

Wir bedanken und freuen uns sehr, dass Sie unser Eier kaufen, denn so helfen Sie schon jetzt mit, dass zukünftig keine männlichen Küken mehr geschreddert werden müssen, was bei den Hybridhühnern der Normalfall ist (leider auch im Ökolandbau). Durch die Zucht zum Zweinutzungshuhn wird auch die kommende Praxis der sog. "In-Ovo-Selektion" hinfällig. Hier wird das Problem nur vorverlagert, denn bei der In-Ovo-Selektion auf männliche oder weibliche Küken wird dann das Ei mit dem männlichen lebenden Embryo vernichtet, auch nicht besser, als das Küken zu töten, v.a. ist es Verschwendung von enormen Ressourcen (ein Huhn muss mit teurem Kraftfutter gefüttert werden, damit es Eier legt und ca. die Hälfte dieser Eier, nämlich die mit den männlichen Embryonen, wird dann einfach entsorgt).

Demeter lehnt die In-Ovo-Selektion ab und verankert in seinen Richtlinien, dass alle Bruderhähne aufgezogen werden müssen.

Damit die Hühner eine ausreichend große Menge Eier legen und für uns wirtschaftlich sind, füttern wir ihnen eine spezielle Legemehlmischung zu, die Demeter zertifiziert sind. Außerdem bekommen sie hofeigenen Weizen in den Scharraum und Auslauf gestreut, wo sie ihr arteigenes Verhalten ausüben und nach Herzenslust picken können.


Ziegen

Wir halten eine Herde Burenziegen, die der Fleischgewinnung dienen. Wie die Rinder auch, sind die Ziegen den ganzen Sommer über auf wechselnden Weiden, je nach Witterung 6 - 8 Monate im Jahr. Die Lämmer werden ab März geboren und dürfen dann den Frühling und Sommer auf der Weide, zusammen mit ihren Müttern verbringen. Im Winter im Stall werden die Ziegen ausschließlich mit gutem Wiesenheu gefüttert, sie bekommen zusätzlich ein wenig hofeigenen Hafer, mit welchem sie für sie wichtige Mineralstoffe wie z.B. Selen und Jod aufnehmen, die hier mangelhaft im Gras vorkommen.

Ziegenfleisch ist gesund. Es enthält wenig Fett und Cholesterin. Reichlich vorhanden sind hingegen Eiweiß, Mineralstoffe, Linolsäure und Vitamine. Das Verhältnis der Nährstoffe im Ziegenfleisch gilt als sehr gesundheitsfördernd.

Hierzulande wird Ziegenlammfleisch seltener zubereitet, erfreut sich allerdings zunehmender Beliebtheit. Stöbern Sie in meinen Rezepten der entsprechenden Rubrik! Sie werden begeistert sein vom zarten Geschmack des Ziegenlammfleisches.

 Gänse

Außerdem halten wir eine kleine Schar Gänse, die wir zu St. Martin und vor Weihnachten ab Hof vermarkten. Lediglich in der Aufzuchtphase kaufen wir für die Gössel Kraftfutter zu. So früh wie möglich kommen die Gänse dann auf die Weide, wo sie sich ihr Futter selber suchen. An Kraftfutter bekommen sie dann unser eigenes Getreide.

Die Gänse haben einen mobilen Stall zur Verfügung, so dass die Tiere jederzeit eine frische Wiese zur Verfügung haben sowie unser wertvolles Kleegras besser nutzen können.


Eine den Tieren wesensgemäße Fütterung, Haltung und Tierwohl in allen Bereichen ist uns sehr wichtig.